Tom Lee: Das ist der Grund für die Schwäche des Krypto-Marktes
Tom Lee (Fundstrat Global Advisors, BitMine Immersion Technologies) zählt zu den bekanntesten Stimmen im US-Krypto-Research. Seine Einschätzungen landen regelmäßig in news krypto und news kryptowährungen, weil er den krypto market oft über Makro-Faktoren (Zinsen, Liquidität) und Marktstruktur (Börsenliquidität, Market Maker, Leverage) erklärt.
Stand Anfang Januar 2026 wirkt der Markt nach der Korrektur aus dem Oktober 2025 weiter „nervös“: Die Erholung läuft, aber zäh – und jede neue Makro-Schlagzeile kann kurzfristig Volatilität auslösen. Lee ordnet die Schwäche vor allem als technische Folge eines Liquiditätsbruchs ein, nicht als Fundamentalkrise. Für Leser in Deutschland ist das besonders relevant, weil der Zugang 2026 stärker über regulierte Anbieter und Produkte läuft – MiCA ist EU-weit anwendbar, und BaFin bleibt bei Schutz- und Transparenzanforderungen streng.
Wer ist Tom Lee – und warum bewegt seine Meinung den Krypto-Markt?
Tom Lee steht an der Schnittstelle zwischen TradFi und Krypto: Fundstrat liefert makrogetriebenes Research für institutionelle Kunden, während BitMine (unter anderem über Infrastruktur-Themen wie Staking/Validierung) nah am Markt operiert. Lee gilt als „Krypto-Bulle“, betont aber zugleich, dass selbst in Bullenmärkten scharfe Drawdowns möglich sind.

Genau diese Mischung macht seine Aussagen so wirksam: Er beschreibt Marktschwächen häufig als Zyklus- und Liquiditätsphänomen – also als Phasen, in denen nicht „die Idee“ scheitert, sondern Marktmechanik, Positionierung und Risikoabbau den Kurs drücken.
Aktuelle News Krypto: Wie tief steckt der Markt in der Schwäche?
In news krypto und news kryptowährungen dominieren seit Jahreswechsel zwei Narrative: (1) langsame Stabilisierung nach dem Herbst-Schock und (2) anhaltende Sensibilität gegenüber Zinsen, geopolitischen Headlines und Liquidität. Lees Kernpunkt: Wenn Liquidität dünn ist, reichen vergleichsweise kleine Impulse, um große Bewegungen auszulösen – besonders in einem Markt, der 24/7 handelt und in dem Leverage schnell kippen kann.
Wichtig für Deutschland 2026: Begriffe wie „ETF“ werden im Krypto-Kontext oft unsauber genutzt. Klassische OGAW-ETFs dürfen nach aktueller Rechtslage nicht direkt in Kryptowerte investieren; viele Produkte in Europa sind stattdessen ETP/ETN-Strukturen oder Zertifikate.
Bitcoin und Ethereum im Gleichschritt: BTC ETH und ETH BTC im Überblick
Die Paare btc eth und eth btc sind ein schneller Stimmungsindikator. In Risk-Off-Phasen fällt ETH häufig stärker als BTC, weil Ethereum stärker mit DeFi-/App-Ökosystemen und Risikoappetit verknüpft ist. Stabilisiert sich eth btc, deutet das oft auf eine Konsolidierung hin: Der Markt verkauft nicht mehr „alles“, sondern differenziert wieder.
Lees Lesart dazu: Erst wenn Market Maker und große Liquiditätsanbieter wieder enger quoten (kleinere Spreads, mehr Tiefe im Orderbuch), beruhigt sich dieses Verhältnis nachhaltig.
Kurs Etherium und Ethereum-Kurs: Wie stark ist der jüngste Rückgang?
Der kurs etherium (bzw. ethereum-kurs) reagierte in der Korrektur deutlich, weil ETH zusätzlich zu Makro-Liquidität auch auf Ökosystem-Dynamik (DeFi-Nachfrage, Staking-Flows, Activity) sensibel ist. Lee verweist in diesem Zusammenhang weniger auf „Narrative“, sondern auf Markttechnik: Wenn Liquidität abreißt, leiden Assets mit höherem Beta stärker – selbst wenn die langfristige Technologie-Story intakt bleibt.
Für Anleger ist hier vor allem die Konsequenz relevant: Wer ETH primär als Wachstums-/Utility-Exposure hält, muss stärkere Schwankungen aushalten können als bei BTC.
Tom Lees Erklärung: Liquiditätsloch und Market Maker als Auslöser
Lees zentrale These: Die Schwäche wurde durch einen Liquiditätsbruch im Oktober 2025 verstärkt, der eine Kettenreaktion ausgelöst hat (Deleveraging, Liquidationen, defensive Market-Maker-Quoten). Wenn große Liquiditätsanbieter nach Verlusten Risiko reduzieren, wird Handel „teurer“ (breitere Spreads), und Kurse reagieren überproportional auf Abverkauf.
Der entscheidende Punkt in Lees Argumentation: Das ist primär Marktstruktur – kein Beweis dafür, dass Bitcoin oder Ethereum „fundamental kaputt“ wären. Entsprechend erwartet er eher eine Normalisierung, sobald sich Liquiditätsanbieter wieder stabilisieren.

Technische vs. fundamentale Faktoren: Ist der Krypto-Crash übertrieben?
Lee trennt strikt zwischen:
- technisch/strukturell (Liquidität, Leverage, Market Maker, ADL/Liquidationsmechanik)
- fundamental (Adoption, Infrastruktur, Produktzugang, regulatorische Klarheit)
Seine Schlussfolgerung: Übertreibungen entstehen dann, wenn technische Faktoren die Preisbildung dominieren – und genau das sei nach dem Oktober-Schock passiert.
Ethereum vs. Bitcoin: Was bedeutet die Schwäche für Anleger?
Die Frage ethereum oder bitcoin ist in solchen Phasen vor allem eine Frage der Portfolio-Rolle:
- BTC als „Makro-Asset“ mit oft geringerer relativer Volatilität
- ETH als „Ökosystem-/Utility-Exposure“ mit mehr Upside – aber auch mehr Drawdown-Risiko
Das ist keine Kaufempfehlung, sondern eine Strukturfrage: Wer den Horizont kurz hält oder Schwankungen schlecht verträgt, wird ETH-Kurven oft als zu aggressiv empfinden.
Ethereum oder Bitcoin kaufen? So bewertet Tom Lee die beiden Schwergewichte
Lee positioniert BTC als knappes, vergleichsweise „einfaches“ Exposure, während ETH stärker von Nutzung, Innovation und Kapitalflüssen innerhalb des Ökosystems abhängt. Die Frage ethereum oder bitcoin kaufen entscheidet sich daher weniger an „heutigen news krypto“, sondern an Risiko-Profil, Zeithorizont und Produktzugang.
Investieren in Krypto nach dem Crash: Chancen und Risiken
Investieren in krypto nach einer Korrektur kann attraktiv wirken – aber genau dann ist Disziplin entscheidend:
- Leverage ist in dünner Liquidität der größte Hebel für Fehlentscheidungen.
- Regelmäßige Käufe (DCA) reduzieren Timing-Risiken, ersetzen aber kein Risikomanagement.
- Diversifikation (z. B. BTC/ETH plus Liquiditätsreserve) senkt Klumpenrisiken.
Deutschland 2026: MiCA, BaFin und Steuern – kurz und sauber
- MiCA ist seit Ende 2024 in der EU anwendbar (u. a. Regeln für Krypto-Dienstleister/CASP), was den Markt 2026 stärker in regulierte Bahnen lenkt.
- Steuerlich unterscheidet Deutschland klar zwischen direktem Krypto-Halten und Wertpapier-/ETP-Lösungen:
- Direkte Verkäufe von Kryptowerten im Privatvermögen können als private Veräußerungsgeschäfte gelten, wenn zwischen Kauf und Verkauf nicht mehr als ein Jahr liegt.
- Gewinne bleiben steuerfrei, wenn der Gesamtgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften im Kalenderjahr unter 1.000 € liegt (bis VZ 2023: 600 €).
- Direkte Verkäufe von Kryptowerten im Privatvermögen können als private Veräußerungsgeschäfte gelten, wenn zwischen Kauf und Verkauf nicht mehr als ein Jahr liegt.
Wertpapierartige Produkte (z. B. viele ETP/ETN) fallen typischerweise unter Kapitalertragsteuer-Logik, bei der Banken Abzüge/Abführung übernehmen.
Blick über Coins hinaus: Krypto-nahe Assets wie die Cronos Aktie

Wenn der krypto market schwächelt, reagieren oft auch Aktien aus dem Umfeld (Börsen, Mining, Infrastruktur). Eine cronos aktie wird in Diskussionen häufig als „Krypto-nahes“ Exposure wahrgenommen – aber solche Titel können zusätzliche Risiken tragen (Unternehmensnachrichten, Regulierung, Marktstimmung) und damit Volatilität sogar verstärken statt senken.
